In der Automobilindustrie ist der Korrosionsschutz von Metallkomponenten nicht nur für die Lebensdauer der Teile, sondern auch für die Sicherheit und Zuverlässigkeit des gesamten Fahrzeugs von entscheidender Bedeutung. Zu den am häufigsten verwendeten Oberflächenbehandlungsmethoden gehören die kathodische Tauchlackierung (KTL), Feuerverzinkung und Pulverbeschichtung. Es gibt keine „beste“ Methode – jede hat ihre spezifischen Eigenschaften, Vorteile und Grenzen, die bei der Konstruktion von Bauteilen und Baugruppen berücksichtigt werden müssen. Schauen wir sie uns an.
Kathodische Tauchlackierung (KTL) – gleichmäßige Lackierung für komplizierte Teile
Die kathodische Tauchlackierung ist eine moderne Methode der Oberflächenbehandlung von Metallen, bei der mithilfe von elektrischem Strom Farbe aus einem Wasserbad aufgetragen wird. Dank der hohen Fließfähigkeit entsteht eine einheitliche Schicht mit einer nahezu 100%igen Deckkraft. Das Prinzip der Elektrophorese ermöglicht gleichzeitig ein gleichmäßiges Auftragen auch an schwer zugänglichen Stellen und in inneren Labyrinthen von Bauteilen – was mit anderen Methoden oft nicht möglich ist.
Sie bietet hervorragenden Korrosionsschutz, insbesondere bei anschließender Beschichtung mit Füller und Decklack. Die mechanische Beständigkeit der Schicht ist durchschnittlich, daher wird sie oft mit anderen Methoden kombiniert, wenn eine höhere Beständigkeit gegen Abrieb oder mechanische Beschädigungen erforderlich ist.

Feuerverzinkung – geeignet für extreme Umgebungen
Die Feuerverzinkung ist ein Verfahren, bei dem Metallteile in geschmolzenes Zink getaucht werden. Die entstandene Schicht bietet eine hohe Korrosionsbeständigkeit, insbesondere gegen langfristige Einwirkung von Feuchtigkeit und Chemikalien. Feuerverzinkte Teile weisen eine hohe mechanische Beständigkeit auf und sind abrieb- und stoßfest.
Dieses Verfahren eignet sich für Teile, die extremen Betriebsbedingungen ausgesetzt sind und bei denen ein langfristiger Schutz ohne notwendige anschließende Lackierung erforderlich ist. Im Vergleich zur KTL ist es jedoch schwieriger, es bei komplizierten Hohlräumen und Innenräumen anzuwenden.
Pulverbeschichtung – garantiert eine attraktive Optik
Die Pulverbeschichtung bietet eine starke und widerstandsfähige Oberflächenbeschichtung mit hoher mechanischer Beständigkeit und ästhetischer Wirkung. Sie zeichnet sich durch den Schutz flacher und leicht zugänglicher Teile aus. Die Pulverbeschichtung erreicht jedoch keine vollständige Abdeckung von Hohlräumen und verdeckten Verbindungen, weshalb sie häufig als Deckschicht nach der KTL oder dem Verzinken verwendet wird. Dadurch entsteht ein Duplexsystem, das Korrosionsbeständigkeit mit mechanischer Haltbarkeit und attraktivem Aussehen verbindet.

Welche Methode sollte man wählen?
- Die KTL-Technologie eignet sich für komplizierte Formen, Hohlräume und Teile, die eine gleichmäßige Beschichtung und einen guten Korrosionsschutz erfordern. In der Regel die Standardwahl für Karosserien und Fahrwerksteile.
- Die Feuerverzinkung eignet sich für Teile, die extremer Korrosion und mechanischer Beanspruchung ausgesetzt sind – insbesondere Tragkonstruktionen und Fahrwerkskomponenten.
- Die Pulverbeschichtung eignet sich für die Oberflächenbehandlung sichtbarer Teile und wird häufig als Deckschicht verwendet, um die mechanische Beständigkeit und Ästhetik zu verbessern.
Wie garantiert man das beste Ergebnis? Durch die Kombination dieser Methoden in Duplexsystemen lassen sich maximaler Schutz und maximale Lebensdauer der Teile erzielen. Beispielsweise ermöglicht die KTL mit anschließender Pulverbeschichtung den Schutz von Hohlräumen und erhöht die Widerstandsfähigkeit der Oberfläche gegen Abrieb und chemische Einflüsse. Die Feuerverzinkung mit einer zusätzlichen Pulverbeschichtung bietet wiederum einen extrem widerstandsfähigen Korrosionsschutz und mechanischen Schutz.
APP – der größte Player im Bereich der kathodischen Tauchlackierung in Mitteleuropa
Die richtige Wahl der Oberflächenbehandlungstechnologie hängt von den Betriebsbedingungen des Bauteils, der Kompliziertheit der Form und der erforderlichen Lebensdauer ab.
Bei Automotive Painting Partners verwenden wir die kathodische Tauchlackierung, bei der wir in Tschechien führend sind und zu den größten Playern in Mitteleuropa gehören. Unsere Anlagen schaffen bis zu 10 Millionen m² pro Jahr und ermöglichen die Lackierung verschiedener Materialarten. Wir lackieren verschiedene Materialien nicht nur für die Automobilbranche – wir beliefern auch die Bauindustrie, den Maschinenbau, das Gesundheitswesen, die Möbelindustrie und die Elektroindustrie. Dadurch bieten wir zuverlässigen, flexiblen und effizienten Oberflächenschutz für eine breite Palette von Anwendungen.
Wissen Sie nicht, welche Methode für Ihre Teile am besten geeignet ist? Melden Sie sich bei uns. Wir gehen gerne mit Ihnen die Besonderheiten des Materials, der Umgebung und der Anforderungen an die Lebensdauer durch und helfen Ihnen bei der Auswahl der optimalen Lösung.



